Donnerstag, Oktober 24, 2019
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Bei der Untersuchung bzw. Befragung soll folgendes herausgefunden werden:

- Ob es sich um ein behavioristisches, also erlerntes Symptom handelt, denn solche verursachen keine zur Krankheit und zum gesuchten Mittel gehörende Symptomatik. So ist z. B. objektbezogene Angst in der Regel ein Produkt des Lernens und somit kein Gegenstand der Homöopathie. Angst ist nur dann bei der Bewertung relevant, wenn sie für das Tier als bedeutsamer Stressor fungiert.
- Sollte Deprivation oder eine gestörte Sozialisation die Ursache für bestimmte Verhaltensweisen, wie z.B. Aggression gegen Menschen oder Artgenossen sein, besitzt auch dies keine Relevanz für die Homöopathie.

- Besonders wichtig ist es, die Symptome auf die das Verhalten auslösende Motivation hin zu untersuchen. Welche Verhaltensweisen weichen z.B. von der Norm ab.
- Spielt Angst als Stress und Auslösefaktor für sonstige Leiden eine Rolle ? Tiere mit isolierten Phobien (z.B. Angst vor Staubsauger, Donner, etc) müssen nicht grundsätzlich ängstlich sein. Tritt eine Phobie bei einem Tier mit stabilem Wesen auf, spielt sie bei ihm meistens bei der Entstehung von Krankheiten oder vegetativen Störungen kaum eine Rolle. Dagegen kann Angst bei wesensschwachen Tieren die oben genannte Symptomatik sehr häufig auslösen. Zudem kann Stressbelastung bei diesen Tieren leicht zu echten Neurosen führen.

 

Die tierpsychologische Beurteilung spielt eine nicht unwesentliche Rolle bei der Mittelfindung.