Donnerstag, Oktober 24, 2019
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Folgende Aussagen höre ich immer wieder von Hundebesitzern:

  • Mein Hund stinkt so – vorallem am Hinterteil
  • Mein Hund leckt sich auffallend oft am After
  • Mein Hund rutscht auf seinem Hinterteil rum, vor allem nach dem Kot absetzen

Inzwischen wissen die meisten Hundebesitzer, dass dies häufig durch gefüllte bzw. überfüllte Analdrüsen ausgelöst wird, die sich eigentlich immer wieder beim Kot absetzen entleeren sollten. Das Problem ist aber, dass der Kot bei vielen Hunden zu weich ist, um den dazu nötigen Druck auf die Analdrüsen auszuüben.

Mein Tipp deshalb an Sie als Hundebesitzer ist, regelmässig fleischige Knochen zu füttern. Aber bitte ROHE Knochen, da bei gekochten Knochen die Gefahr besteht, dass sie splittern und die Magen- und Darmwände ihres Hundes verletzen.

Nun werden Sie fragen wie oft und wieviel soll ich denn fleischige Knochen füttern ? Genau kann ich es Ihnen nicht sagen – denn jeder Hund verdaut etwas unterschiedlich. Sie müssen es ausprobieren. Ich denke aber für die meisten Hunde genügt es, wenn sie 2 Mal wöchentlich Knochen erhalten. Ich rechne dann mit 100 – 150 gr fleischige Knochen pro 10 Kg Körpergewicht. Bei meinen Hunden, die täglich fleischige Knochen erhalten, ist dies ganz einfach die Morgenmahlzeit.

Was für Knochen eignen sich ? Ich füttere am liebsten Hühnerrücken oder Hühnerflügel. Wie schon erwähnt – unbedingt ROH ! Es gehen aber auch Kalbsfüsse oder Kalbsbrustbein, wobei hier wirklich nicht nur Knorpel sondern auch Knochen dabei sein sollten. Sie tun damit übrigens auch etwas gegen Zahnstein und schlagen somit zwei Fliegen mit einer Klappe.

Ich rate Ihnen mit weniger Knochen anzufangen um dann die Menge zu steigern, bis der Kot die nötige „Festigkeit“ erreicht, damit die Analdrüsen beim Kot absetzen entleert werden. Mit einmal Knochenfüttern ist es aber ganz klar nicht getan, der Hund muss sich auch erst mal daran gewöhnen und meist braucht es einige Zeit bis die Analdrüsen dann soweit entleert sind, dass sie keine Probleme mehr machen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich nach 3 - 4 Wochen zeigt, ob diese Futterumstellung bzw. Futterergänzung ihre Wirkung tut oder nicht. Also etwas Geduld braucht es schon.

Sie können auch die Analdrüsen von einem Tierarzt oder von einem Tierheilpraktiker ausdrücken lassen und dann die Knochenfütterung anschliessen. Dies ist sicher die Methode der Wahl bei sehr stark gefüllten Analdrüsen.

 

In seltenen Fällen kann es durch Knochenfütterung zu Durchfall kommen. Dies habe ich bis jetzt allerdings nur bei Hunden erlebt, die mit Trockenfutter ernährt wurden. Auch hier muss sich der Körper erst an das neue Nahrungsmittel gewöhnen. Reduzieren Sie die Menge erst mal, füttern Sie die Knochen aber regelmässig weiter.